Das AHA-Erlebnis.....


Wie erfahren hochsensible Menschen, dass ihre auffällig hohe Sensitivität eine bestimmte Art der Informationsverarbeitung des Nervensystems ist und keine Krankheit? Das sie keine emotionale Störung haben oder unglückliche Außenseiter sind, die sich nicht in der Menge wohlfühlen?
In der Literatur oder den Medien wird das Thema jetzt langsam aufgenommen und präsent. Aber diejenigen, die es angeht sind dann oft nicht in der Lage, es mit ihrer Persönlichkeit zu verknüpfen. Weil noch zu wenig AHA-Erlebnisse da sind: genau so ist es mit mir. Ich bin anders.......aber was ist dieses "andere" (hochsensibel?)?

Ich habe mich seit Jahren mit der Thematik beschäftigt und mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis dazu gefunden. Der Stammtisch, den es jetzt seit fast einem Jahr im Rheingau gibt, bringt mich immer wieder mit anderen, interessanten Personen zusammen. Es gibt viele Ähnlichkeiten, obwohl jeder ein Individuum ist. Für viele, die erst nur aus Neugier kamen, ist die Erkenntnis, hochsensibel zu sein in der Regel eine große Erleichterung. Sie können ihre Erlebnisse dann ganz neu einordnen und bewerten und ein neues Selbstbild gewinnen.

Statt die ewige Spaßbremse oder das Mimöschen zu sein, kann man jetzt erkennen, dass man eine feinere Wahrnehmungsgabe hat, die man auch zu seinen (und dem anderer) Vorteil benutzen kann. Und ganz wichtig: es gibt kein "richtig" oder "falsch".....die Ausprägungen und Erscheinungsformen der Sensibilität ist genauso vielfältig und facettenreich wie die Farben auf dieser Welt......lasset uns bunt sein und unsere Farben der Welt zeigen.

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