Stammtisch oder Gesprächskreis ?

 

Letztens auf einem der Stammtische - ich glaube es war der in Oestrich-Winkel - kam die Frage auf, ob wir uns nicht lieber anders bezeichnen wollen.....also Selbsthilfegruppe oder Gesprächskreis......weil Stammtisch klinge ja so nach kleinbürgerlichem spiessigem "ich-brauche-doch-irgendeinen-Grund-um-mich-zu-betrinken".

 

Nun ja

 

Jeder der bei unseren familiären, gemütlichen und sanften Runden dabei ist weiß, dass wir alles andere tun als uns betrinken. Und auch die Stimmung ist eher niveauvoll gehoben als spiessig. Aber natürlich hat jeder Mensch beim Lesen des Wortes "Stammtisch" bestimmte Assoziationen. Für mich klingt Stammtisch gemütlich, heimatlich, erdverbunden. Und so ist es: ich komme gerne hin und freue mich über jeden, der auch dorthin kommt. Die meisten sind mir schon sehr gut bekannt, ans Herz gewachsen. Ein, zwei, drei neue, unbekannte Menschen kommen auch meistens dazu. Meine Aufgabe und Wunsch besteht darin, sie in den Gesprächskreis zu integrieren.....

 

...und da haben wir das neue Wort: "Gesprächskreis". Auch das passt....wir sitzen meistens im Kreis um einen Tisch herum und haben Gespräche. Einer spricht über ein tyspisch hochsensibles Phänomen, die anderen hören zu, nicken mit dem Kopf und erzählen dann wie es bei ihnen ist. Meistens ähnlich. Man versteht sich eben. In unserem Gesprächskreis.

 

Eine Selbshilfegruppe sind wir übrigens nicht. Wir brauchen uns nicht selbst zu helfen. Wir wissen in der Regel, was wir sind, was wir können und wohin wir uns entwickeln wollen. Wir sind ja nicht krank. Nicht psychisch krank. Vielleicht ein bisschen ungewöhnlich. Aber sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? (ich meine individuell?)

 

Wir geben uns Tipps, erzählen uns einander, was wir zum Thema beisteuern können. WIr sind frei, kreativ, ungebunden. Und wir haben Spaß!

 

 

 

0 Kommentare

Stammtisch in Wiesbaden ein voller Erfolg

Der Stammtisch in Wiesbaden war ein voller Erfolg

 

 

 

 

 

Wir trafen uns gegen 19 Uhr im Restaurant "Leichtweiss" im Nerotal. Schon von Beginn an waren etliche bekannte Gesichter aus den beiden anderen Stammtischen zu sehen. Das "Hallo" und "wie gehts?" sorgte direkt für eine familiäre Atmosphäre. Neu hinzugekommene wurden herzlich begrüsst und sofort integriert. Es ergaben sich vielfältige Gespräche und Impulse bis spät in den Abend hinein. Somit ist der Wiesbadener Stammtsch jetzt voll in meine Stammtischaktivitäten integriert und ich freue mich auf den nächsten Termin, der allerdings erst im März ist, da das "Leichtweiss" im Februar renoviert. Damit es noch schöner wird....

Danke alle denen, die da waren.

 

 

 

0 Kommentare

Neuer Stammtisch in Wiesbaden

 

N E U

Stammtisch in Wiesbaden

 

 

Endlich gibt es auch einen Stammtisch in Wiesbaden. Der erste (Kennenlern-) Termin ist am Donnerstag, 11. Januar 2018. Danach geht es an jedem zweiten Donnerstag im Monat weiter. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Ort: das Restaurant "Leichtweiss" im Nerotal. (www.leichtweiss-nerotal.de/)

 

Bis dahin !!

 

...

 

 

0 Kommentare

Angst

Angst

 

hast Du schonmal darüber nachgedacht:
Angst ist der größte Faktor auf der Welt, der Dich beeinflusst......
Du hast Angst, dass Dich der Chef nicht akzeptiert....
Du hast Angst unangenehm aufzufallen.....
Du hast Angst, jemand könnte schlecht über Dich denken.... Du hast Angst, dass jemand, den Du lieb hast, geht.....
Du hast Angst vor Veränderungen.....

All diese Ängste hindern Dich daran, wirklich DU selbst zu sein, Du spielst Rollen, Du hast eine Maske auf, Du versuchst es allen Recht zu machen.......

Und dabei verrinnt die Zeit.....Lebenszeit......Zeit, die Du nutzen könntest DU zu sein.

Ist es das Wert? Ist alles Anpassen und Verbiegen es wirklich Wert auf DICH zu verzichten? Auf Dein Selbst?

Was tun?
Ich finde, es ist unendlich schwer darauf zu achten, immer mehr SICH SELBST zu sein. Das geht nicht von heute auf morgen.
Aber es ist wichtig, kleine Schritte zu tun. Daran zu denken:
ICH BIN JEMAND
Ich bin einzigartig.
Und das ist gut so.....
Einmal am Tag so gedacht und eines Tages wird es selbstverständlich sein: DU bist es Wert DU zu sein.

Ohne Verbiegen und Anpassung.

Und wenn Du so bist, wie Du bist.....ist die Angst weg.
Für immer.
Dann bist Du frei.
Denke daran, wenn du das nächste Mal Angst bekommst.....

 

 

0 Kommentare

Abendlicht

Abendlicht durch die Bäume....ein heißer Tag geht zu Ende. Wir haben uns wieder abgerackert, um den gefühlten, ausgedachten und wirklichen Anforderungen der Welt im Außen genügen zu können......und haben wieder im Anblick des Waldes, der Sonne und des Lichtspieles....dem Geruch der warmen Erde und den unsichtbaren sonnendurchtränkten Teilchen der Luft.....dem Zwitschern der Vögel und dem Zirpen der Grillen.......wieder und wieder vergessen, dass die Welt aus so viel mehr besteht, als nur Konsum und Karriere, Egoismus und Gewalt......sondern JETZT können wir uns daran erinnern, dass die Natur und die darin enthaltene Liebe das ist, was uns nährt. Das war schon immer so. Wir vergaßen es.....wie immer........Dies ist eine Erinnerung: es ist Wochenende.....vielleicht tut ein Spaziergang im Wald im Abendlicht einfach nur gut!

0 Kommentare

Alleinsein und Einsamkeit

 

Allein unter Menschen.....wer kennt das nicht? Aber ist es wirklich das allein-sein? Nein es ist die Einsamkeit.

 

 

 

Hochsensible Menschen sind oft und gerne allein. Das gibt ihnen Zeit und Raum sich zu erholen, Kraft zu schöpfen, kreativ zu sein, im „Flow“ zu sein. Das ist im Allgemeinen eher positiv. Deshalb brauchen viele hochsensible Menschen diese Phasen des Allein-seins. Und wir sollten uns nicht scheuen, dieses Bedürfnis gegenüber unseren Partnern, Kindern, Freunden und Arbeitskollegen zu äußern. Natürlich bedarfsgerecht und nicht mit Vorwürfen behaftet. Aber den richtigen Ton zu finden, sollte uns nicht schwer fallen. Oder? Es geht darum, zu erklären, dass uns Allein-sein gut tut. Dass auch der andere davon profitiert, wenn wir nach einer mehr oder weniger kurzen Auszeit wieder kraftvoll und lebendig am gemeinsamen Leben/Arbeiten teilnehmen können.

 

 

 

Die Einsamkeit ist etwas ganz anderes. Sie ist die Hölle für hochsensible Menschen. Denn die Einsamkeit ist nicht selbst gewählt. Sie entsteht aus dem Bedürfnis heraus, sein „Sein“ mit einem anderen Menschen zu teilen. Einem Menschen, der einen versteht. Der das Gefühlschaos, das manchmal entsteht, mit einem durchstehen kann, der nicht wegläuft, dem wir nicht zu anstrengend sind.....
Weil wir oft in unserem Leben erfahren haben, dass wir abgelehnt worden sind (oder scheinbar abgelehnt wurden, weil unserer Antennen mal wieder zu empfindlich eingestellt waren). Weil wir oft erfahren haben, dass wir mit unserem kompliziertem ewigen „Herumgedenke“ nicht sein dürfen. Dass wir Erwartungen erfüllen müssen, die uns angetragen werden (oder scheinbar angetragen werden, weil unsere Antennen.....).

 

 

 

So müssen wir versuchen, diese Einsamkeit zu ertragen. So lange, bis wir einen oder mehrere Menschen finden, die ähnlich wie wir ticken. Die das intuitiv nachvollziehen können, was in unserer Seele Tag für Tag stattfindet. Das muss nicht der Lebenspartner sein. Es können Menschen beim Einkaufen sein, Arbeitskollegen, gute Freunde...

 

 

 

Ich bin davon überzeuigt, dass wir diese Menschen finden können. Indem wir mit offenem und liebevollem Herzen durch die Welt gehen. Indem wir erkennen, was wir für Kompetenzen haben. Und jeder Mensch hat Kompetenzen. Verstecken wir diese nicht. Sondern haben wir den Mut sie zu zeigen. Und uns zu zeigen. So wie wir sind.

 

Und dann kommen die anderen Menschen automatisch auf uns zu.

 

 

 

Solange, bis wir wieder mal allein sein müssen.....aber diese Menschen verstehen das.

 

 

 

Schönen Sonntag!

 

0 Kommentare

Das AHA-Erlebnis.....


Wie erfahren hochsensible Menschen, dass ihre auffällig hohe Sensitivität eine bestimmte Art der Informationsverarbeitung des Nervensystems ist und keine Krankheit? Das sie keine emotionale Störung haben oder unglückliche Außenseiter sind, die sich nicht in der Menge wohlfühlen?
In der Literatur oder den Medien wird das Thema jetzt langsam aufgenommen und präsent. Aber diejenigen, die es angeht sind dann oft nicht in der Lage, es mit ihrer Persönlichkeit zu verknüpfen. Weil noch zu wenig AHA-Erlebnisse da sind: genau so ist es mit mir. Ich bin anders.......aber was ist dieses "andere" (hochsensibel?)?

Ich habe mich seit Jahren mit der Thematik beschäftigt und mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis dazu gefunden. Der Stammtisch, den es jetzt seit fast einem Jahr im Rheingau gibt, bringt mich immer wieder mit anderen, interessanten Personen zusammen. Es gibt viele Ähnlichkeiten, obwohl jeder ein Individuum ist. Für viele, die erst nur aus Neugier kamen, ist die Erkenntnis, hochsensibel zu sein in der Regel eine große Erleichterung. Sie können ihre Erlebnisse dann ganz neu einordnen und bewerten und ein neues Selbstbild gewinnen.

Statt die ewige Spaßbremse oder das Mimöschen zu sein, kann man jetzt erkennen, dass man eine feinere Wahrnehmungsgabe hat, die man auch zu seinen (und dem anderer) Vorteil benutzen kann. Und ganz wichtig: es gibt kein "richtig" oder "falsch".....die Ausprägungen und Erscheinungsformen der Sensibilität ist genauso vielfältig und facettenreich wie die Farben auf dieser Welt......lasset uns bunt sein und unsere Farben der Welt zeigen.

0 Kommentare

Ein Neues Jahr -- 2017: Hallo, wir kommen....

Das Neue Jahr ist schon fünf Tage alt, die unbedingt nötigen und für das persönliche Wohlbefinden wichtigen Neujahrsgrüße sind jetzt endlich verschickt. Man  muss nicht mehr jedem Kollegen, dem man auf dem Flur begegnet ein frohes Neues Jahr wünschen (abgesehen davon weiß man ja auch schon gar nicht mehr, wem man schon gewünscht hat und wem nicht......). Die ersten Gänge zum Supermarkt werden wieder generalstabsmäßig geplant, weil der Kühlschrank gefährlich leer wird und die Schokolade zur Neige geht......so kann 2017 jetzt wieder in die Normalität starten. Ach ich vergaß: Vorsätze für 2017?

Ja hatte ich. ......ähm.......(beachte: Vergangenheitsform)

 

Es wird noch zwei/drei Tage dauern, bis sich mein Frust über das schnelle Nichteinhalten der Vorsätze gelegt hat. Aber ist es wirklich wichtig, mehr Bewegung, gesündere Ernährung und weniger Schokolade als Vorsatz durch das ganze Jahr zu schleppen?

Eigentlich nicht......

0 Kommentare

Der Stammtisch in Mainz geht an den Start !

Nachdem mich in der Vergangenheit immer mal wieder Menschen darauf angesprochen haben, einen so schönen Stammtisch wie der in Oestrich-Winkel auch in Mainz zu etablieren, habe ich mir dazu Gedanken gemacht:

 

Wie mit so vielen Dingen im Leben hochsensibler Menschen, kommt es oft auf das Ambiente an, ob man sich wohlfühlt oder eher weniger. Und den Wohlfühleffekt haben wir in Winkel durchaus. Im "Haus am Strom" spürt man die Herzlichkeit des Besitzers, die Mühe, die man sich dort gibt, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Das ist etwas besonderes dort und wir wissen das zu schätzen.

 

Nun bin ich kein Kenner der Mainzer Gastronomie und ich wollte jetzt nicht in den nächsten drei Jahren erst einmal jedes Mainzer Restaurant oder Kneipe auf Eignung untersuchen. Immerhin möchten wir einen ruhigen Nebenraum und es soll gemütlich sein. Und der "neue" Raum soll zentral liegen, damit er mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. 

 

Im beruflichen Kontext kenne ich einige Menschen, die in der Christuskirche in Mainz arbeiten. Dort fühle ich mich wohl. Der Impuls war, zu fragen, ob man sich dort einen Stammtisch vorstellen könne.....die Antwort war JA.

 

So fangen wir am zweiten Mittwoch im Januar an. Treffpunkt ist das Markuszimmer des Pfarrhauses auf der östlichen Seite (Altstadtseite) des Gebäudekomplexes hinter der Christuskirche (Kaiserstraße 56) (vom Bahnhof aus gesehen). Dort beginnen wir ab 19 Uhr. Da es keine Bewirtung gibt, könnte jeder etwas ess- oder trinkbares mitbringen. Soweit meine Vorstellungen.....

 

Mal sehen, wie es sich entwickelt.



0 Kommentare

Hochsensible Menschen und die nonverbale Kommunikation:


 

Eine ausgeprägte Eigenschaft von hochsensiblen Menschen ist, dass sie Stimmungen spüren und das oft so fein, dass man manchmal sehr überrascht ist, was da erspürt werden kann. Es könnte fast schon als „Gedankenlesen“ bezeichnet werden, vor allem, wenn sich zwei Menschen – zum Beispiel in einer Partnerschaft – gut kennen.


Das ist oft von Vorteil und es vergrößert Nähe und Verbindung. Jedenfalls dann, wenn es erwünscht ist. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass es Meinungsverschiedenheiten oder Unstimmigkeiten in Partnerschaften gibt. Dann ist die Fähigkeit des Spürens eher negativ. Weil dann die Einfühlung in den Anderen nicht mehr funktioniert und man sich oft einbildet, Dinge zu spüren, die der Andere gar nicht meint oder anders meint. Kurz: wir machen uns selbst mehr Stress als nötig, weil wir dem Anderen in einer angespannten Lage Gedankengänge unterstellen, die so wie wir denken, nicht existieren oder anders sind.


Hier wäre es hilfreich, wenn man sich darauf besinnt, das man sich zwar gut in jemanden hineinversetzen kann und empathisch ist, dass aber immer auch die sehr wahrscheinliche Möglichkeit besteht, dass man mit seinem Gefühl daneben liegt. Solange alles gut läuft, fällt das nicht auf. Dann hat man sich eben vertan. Ist man emotional angespannt, wirkt es sich negativ aus, das heißt, die Anspannung wird noch größer und verstärkt das schlechte Gefühl auch noch.


Was tun? Am besten versuchen sich in einer solchen Situation zu vergegenwärtigen, dass man eben doch nicht alles weiß und dass man auch seine eigenen Bilder und Vorstellungen in die Interpretationen hineinbringt. Und dass das in diesem Moment vielleicht nicht gut ist. Also nachfragen: „wie hast du das gemeint?“, „was denkst du gerade?“ Damit auch im Streit Klarheit geschaffen werden kann und sich nicht die ganze Auseinandersetzung in Themen verliert, die gar nicht relevant sind und eigentlich am Kern der Sache vorbei laufen.


Also trotz „Feinspürer-Fähigkeiten“ bei Unklarheiten ruhig mal nachfragen. Es hilft ja auch bei der eigenen Einschätzung des anderen Menschen, man lernt Neues von ihm und es entspannt „komische“ Situationen durch Klarheit.

0 Kommentare